Urlaubsthema

Übernachten auf der Alm

Oben wird es still. Kein Nachbarhaus, keine Straße, abends nur das Vieh auf der Weide und das Knacken im Ofen. Bei uns bekommst du dafür keine Bettenburg und kein Matratzenlager, sondern eine Almhütte, die für ein paar Tage nur dir gehört.

Erst einmal ehrlich

Drei Arten, auf der Alm zu übernachten

1

Bewirtschaftete Hütte

Du wanderst hinauf, isst Kaiserschmarrn, schläfst im Lager und ziehst weiter. Eine Nacht, viele Menschen, feste Essenszeiten. Das ist die Welt der Alpenvereinshütten – die haben wir nicht. Dafür bist du beim Alpenverein oder beim Hüttenwirt richtig.

2

Zimmer am Almbauernhof

Du wohnst beim Bauern mit, es gibt Frühstück und morgens Betrieb im Stall. Schön, wenn du Anschluss und Versorgung möchtest – aber du teilst das Haus mit anderen.

3

Eine Almhütte für dich allein

Du bekommst den Schlüssel, und die Hütte gehört für die Tage deines Aufenthalts nur dir und deinen Leuten. Du kochst selbst, heizt selbst, gehst raus, wann du willst. Das ist unser Weg – kein Zwischenstopp, sondern ein paar Tage Almleben.

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Drei echte Almen

Unsere Almhütten zum Übernachten

Wir sagen „Alm" nur, wenn es eine ist: Almwiese ringsum, Höhenlage, keine Nachbarschaft. Drei Hütten aus unserem Bestand erfüllen das – jede auf ihre Art, und jede haben wir selbst gesehen.

1.880 m

Zarze Almhütte, Matrei

Die höchste Hütte im Bestand, mitten im Nationalpark Hohe Tauern, für bis zu vier Personen. Zum Haus führt keine Straße: Vom Hof gehst du 30 bis 45 Minuten bergauf. Strom kommt von der Sonne, Warmwasser vom Holzofen, gekühlt wird mit Quellwasser. WLAN gibt es bewusst keines. Buchbar vom Frühjahr bis in den Herbst.

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1.700 m

Pietschacher Almhütte, Hochrindl

Alm ohne Verzicht: 100 m² auf einer 19 Hektar großen Almwiese im Biosphärenpark Nockberge, für bis zu acht Personen. Vier Schlafzimmer in Zirbenholz, eines mit Himmelbett, dazu eine private finnische Sauna. Ganzjährig mit dem Auto erreichbar, Parkplatz direkt am Haus. Erbaut 1922, 2007 renoviert.

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1.100 m

Breitberg Alm, Zillertal

Die Alm für die ganze Gruppe: bis zu zehn Schlafplätze, echter Kachelofen in der Stube, Holzofen in der Küche, Wintergarten mit Blick ins Tal und ein Tisch, an dem alle zehn sitzen. Ganzjährig mit dem Auto erreichbar – im Winter mit Winterreifen, Ketten oder Allrad.

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Wenn es etwas weniger hoch sein darf

Nicht jeder will 1.880 Meter. Diese Hütten liegen tiefer, haben aber dasselbe Gefühl – allein am Hang, Wald oder Wiese vor der Tür. Auf allen drei Almhütten und den meisten dieser Hütten sind Hunde willkommen.

Und bei allen gilt dasselbe: Was du oben brauchst, bringst du mit. Wie das praktisch geht, steht im Ratgeber zum Almurlaub.

Gut zu wissen

Was eine Übernachtung auf der Alm wirklich ausmacht

Du versorgst dich selbst. Es gibt keine Rezeption und kein Frühstücksbuffet. Küche, Geschirr, Bettwäsche und Handtücher sind da – die Lebensmittel bringst du mit. Der letzte Supermarkt liegt bei jeder Hütte unten im Tal. Wer am Anreisetag groß einkauft, muss danach nicht mehr hinunter.

Geheizt wird mit Holz. Kachelofen, Holzherd, Ofen für das Warmwasser: Auf der Alm gehört Feuermachen zum Tag. Das ist der Teil, den Gäste hinterher am häufigsten erwähnen – und der Grund, warum es abends so ruhig wird.

Wetter ist ein Programmpunkt. Oben zieht schneller etwas auf als im Tal, und es kühlt abends deutlich ab, auch im Hochsommer. Warme Schicht und feste Schuhe gehören ins Gepäck, selbst wenn unten 30 Grad angesagt sind.

Ruhe ist keine Ausstattung. Sie entsteht, weil niemand vorbeikommt. Genau deshalb vermieten wir jede Hütte nur an eine Gruppe gleichzeitig – geteilt wird hier nichts.

Die häufigste Frage

Wie du hinaufkommst

Auf jeder Alm wird das anders beantwortet. Deshalb steht es bei uns vor der Buchung, nicht danach.

zu Fuß

Zarze Almhütte

Mit dem Auto bis zum Hof, danach 30 bis 45 Minuten bergauf. Der Zustieg gehört dazu: Was du oben hast, hast du selbst hinaufgetragen. Genau deshalb ist es dort so still.

bis vors Haus

Pietschacher Almhütte

Ganzjährig mit dem PKW bis zur Hütte, Parkplatz direkt am Haus, Bushaltestelle 500 Meter entfernt. Die Alm für alle, die nicht tragen wollen.

auch im Winter

Breitberg Alm

Ganzjährig mit dem Auto, Parkplatz am Haus. Im Winter Winterreifen, Schneeketten oder Allrad. Mit der Zillertalbahn bis Fügen oder Schlitters, dann rund sechs Kilometer hinauf.

Hütten mit Bahn und Bus
Das Jahr auf der Alm

Was oben passiert, während du da bist

Eine Alm ist kein Ferienpark, sondern ein Arbeitsplatz mit Jahreszeiten. Wenn du weißt, was gerade dran ist, verstehst du auch, warum sich eine Woche im Juni anders anfühlt als eine im September.

Die Zarze Almhütte kannst du vom Frühjahr bis in den Herbst mieten – im Winter ist der Zustieg keine gute Idee, und das sagen wir lieber vorher. Pietschacher Almhütte und Breitberg Alm sind ganzjährig buchbar.

Auf welcher unserer Almen gerade wirklich Vieh steht und wann abgetrieben wird, sagen wir dir vor der Buchung – das wechselt von Jahr zu Jahr und von Hof zu Hof.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Übernachten auf der Alm

Kann man bei euch einfach eine Nacht auf der Alm übernachten?

In der Regel nicht. Unsere Almhütten werden für mehrere Nächte vermietet – bei der Zarze Almhütte sind es mindestens zwei Nächte, im Sommer sieben. Für eine einzelne Übernachtung auf einer Wanderung ist eine bewirtschaftete Hütte die bessere Wahl.

Welche Almhütte liegt bei euch am höchsten?

Die Zarze Almhütte in Matrei in Osttirol auf 1.880 Metern, mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Danach folgt die Pietschacher Almhütte auf 1.700 Metern in den Gurktaler Alpen.

Gibt es eine Almhütte für 2 Personen?

Ja. Die Zarze Almhütte ist ab einer Person buchbar und für bis zu vier Leute ausgelegt, das Waldhüttl am Karwendel ist mit 20 m² ganz auf zwei zugeschnitten. Beide gehören auch dann euch allein, wenn ihr zu zweit anreist.

Darf der Hund mit auf die Alm?

Ja, auf allen drei Almhütten sind Hunde willkommen – meist gegen eine kleine Gebühr pro Nacht. Auf der Zarze Almhütte und der Breitberg Alm liegt die Wiese direkt vor der Tür, beim Alpenrehblick gibt es sogar einen eingezäunten Hundegarten.

Was muss ich zum Übernachten auf der Alm mitbringen?

Lebensmittel und Getränke für die ganze Zeit, warme Kleidung, feste Schuhe und eine Taschenlampe. Bettwäsche, Handtücher, Geschirr und Kochgeschirr sind da. Auf der Zarze Almhütte solltest du dein Gepäck so packen, dass du es 30 bis 45 Minuten bergauf tragen kannst.

Gibt es Strom und Internet?

Das ist von Hütte zu Hütte verschieden. Die Zarze Almhütte läuft über eine Solaranlage und hat bewusst kein WLAN – Handyempfang gibt es. Die Pietschacher Almhütte hat WLAN, Sat-TV und Sauna, die Breitberg Alm Ökostrom und elektrische Heizkörper in den Schlafzimmern.

Welche Alm passt zu euch?

Wir waren auf jeder dieser Hütten selbst und kennen die Gastgeber. Sag uns, mit wem du kommst und wie weit du tragen magst – den Rest klären wir am Telefon.

Und jetzt?

Wenn dir das gefallen hat, schau dich weiter um. Wir haben jede Hütte selbst besucht – frag uns einfach, wenn du unsicher bist.